Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Ein hypothetisches Universum auf der Basis der bindlschen Vorstellungen von Physik

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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon Solkar » Donnerstag 24. November 2011, 00:30

richy,

Du brauchst jetzt nicht den halben Wikipedia-Artikel zur Entropie abzuschreiben; das war nur der tägliche Witz über Deine terminologischen Verrenkungen gewesen.

Das Problem, an den "Korinthen", von denen Du sprichst, liegt übrigens darin, dass eben gerade Du Dir aus Korinthen, die Du irgendwo entdeckt zu haben glaubst, Welterklärungen zimmerst; so z.B. aus Deiner Verwirrung hinsichtlich
- "Interpretation" vs "Deutung"
- und "Dekohaerenz" vs "Kollaps".

Du hast erkennbar kein theoretisches Gerüst, in welches Du solche Begrifflichkeiten einfügen könntest.
Das ist ganz und gar nicht schlimm; es ist auch keine Bildungslücke, dass Du Dich in der QM nicht auskennst.

Schlimm ist aber, dass Du trotz Deiner Unkenntnis in diesem Bereich anderen TN Deine Privatphysik aufzuschwatzen versuchst.

Es geht, zumindest mir und ich denke, das trifft auch auf Ralf zu, in diesem Unterforum auch darum, Kurt mal ein wenig an wissenschaftliche Methodik und Begrifflichkeiten heranzuführen.
Da hilft es keineswegs, wenn Du mit Deiner Privatphysik hier ständig dazwischenfunkst.

Grüsse, Solkar
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 00:44

Somit ist mit x0 eine Zahl gefunden, deren Funktionswert kleiner als ymin ist, im Widerspruch zur Annahme, ymin sei die untere Grenze.

Ok ja.
Aber beim Grenzuebergang wuerde gelten limit x0->00 und y0->00
Ich betrachte es einfach mal in deiner Ausgangsgleichung :
1/(x+1) < 1/x
Die kann man dann doch gar nicht mehr anwenden.

Wo liegt hier mein Denkfehler ?
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 01:03

Hume wuerde argumentieren, dass ich das Prinzip, das ich beweisen moechte nicht innerhalb meines Beweises verwenden darf. Welche Aussage kann ich dann ueber limes x->00, 1/(x+1) < 1/x treffen ?
Wie erwaehnt, ich darf keine Grenzwertrechnung verwenden, denn die fuer diese notwendige Konvergenz moechte ich herleiten.

Die Konvergenz ist ja nur mit Hilfe endlicher Zahlen definiert !

Und der Schluss auf den Grenzwert selbst dann induktiv ?

Viele Gruesse
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 01:08

Hi Solkar
Skizziere kurz den Unterschied der von Zeilinger modifizierten Kopenhagener Deutung (Interpretation) und einer Kopenhagener Deutung deiner Wahl.
Zum Beispiel den Heisenbergschnitt von Wigner.
Gruesse
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 01:24

Um auch mal Dipfel zu kacken :
Da hilft es keineswegs, wenn Du mit Deiner Privatphysik hier ständig dazwischenfunkst.

Die Interpretationen der QM gehoeren insbesonders im Falle der Kopenhagener Deutungen zu den Geisteswissenschaften. Wenn ich denn irgendeine neue Privatinterpretation verbreiten wuerde, was ich aber nicht praktiziere, dann muesste dies als Privatphilosophie bezeichnet werden.
Den einzigsten Beitrag den ich hier leisten koennte, waere derjenige, die Theorie von Burkhard Heim interpretatorisch zu erfassen. Dann wuerde sich zeigen, dass sowohl der Realismus als auch die Kopenhagener Interpretation zusammen angenommen werden koennen. Wobei dies bei den realisischen Interpretationen durchaus ueblich ist (siehe Roger Penrose).Bei den orthodoxen Interpretationen / Deutungen ist dies dagegen prinzipiell ausgeschlossen. Warum ? Weil sie dann realistisch waeren.
Die Interpretation der Heim Theorie wuerde ich mit einer Bezeichnung "Privatphilosophie" akzeptieren.
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon Solkar » Donnerstag 24. November 2011, 01:26

richy hat geschrieben:Hi Solkar Skizziere kurz den Unterschied der von Zeilinger modifizierten Kopenhagener Deutung (Interpretation) und einer Kopenhagener Deutung deiner Wahl.
Zum Beispiel den Heisenbergschnitt von Wigner.

richy, bist Du jetzt zu faul zum Selberschwurbeln und willst mich dafür einspannen? :mrgreen:
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 03:07

Hi Solkar
Solkar hat geschrieben:Das Problem, an den "Korinthen", von denen Du sprichst, liegt übrigens darin, dass eben gerade Du Dir aus Korinthen, die Du irgendwo entdeckt zu haben glaubst, Welterklärungen zimmerst; so z.B. aus Deiner Verwirrung hinsichtlich

- "Interpretation" vs "Deutung"
- und "Dekohaerenz" vs "Kollaps".


Noe, ich wuerde nur gerne die Fassung eines Unverwirrten hoeren.
Anscheinend scheinst du aber nicht zu erkennen, dass meine "Aufgabenstellung" die beiden Vergleich beinhaltet. Insbesonders
"Dekohaerenz" vs "Kollaps".

Aber vergiss es einfach. Auch wenn es in Bezug auf Beweise interessant waere.

Solkar hat geschrieben:Es geht, zumindest mir und ich denke, das trifft auch auf Ralf zu, in diesem Unterforum auch darum, Kurt mal ein wenig an wissenschaftliche Methodik und Begrifflichkeiten heranzuführen.

Was koennte Kurt aus deinen bisherigen auch letzten Beitrag lernen ?
Das Wort "Geschwurbel" zu verwenden ?

Hi Kurt

Hast du Papier und Bleistift zur Hand um von Solkar etwas zu lernen ?

Solkar hat geschrieben:Soll das jetzt eine Prosa-Fassung Deiner privaten QM werden? ...Das Problem fängt dann an, wenn Leser sich aus halbverstandener Prosa physikalische Weltbilder stricken und jene auch noch verkünden ...Stimmt's oder hab ich recht? ... Gehen wir also davon aus, dass Du keine nennenswerte Vorbildung im Bereich der QM hast und nur Deine Privatphysik hier vertonen möchtest. ...aber dennoch werde ich Dir Deine Dampfplauderei nicht durchgehen lassen. :mrgreen: ... (Wenn ich mitansehe, wie Du, in Manier bester crackpottery Dich oben bemühst, solange Bezeichner umzubennen, bis es sich für Dich vertraut anfühlt, könnte ich mich schon wieder vor Lachen auf dem Boden rollen...) ... Aus der Tatsache, dass jene darüber wortreicher schwafeln, als Physiker dies zu gemeinhin tun pflegen, folgt nicht dass jene besser informiert seien ...
Und jetzt lass ich Dich mit Deiner Privatphysik in Ruh ....
:lol: Super richy! Du bist DER Durchblicker schlechthin! :lol: ....
Richy, von QM hast Du keinen Plan, wissenschaftliche Prosa kriegst Du nicht gedeutet und selbst mit Ironie hast Du schon Probleme - gibt's es eigentlich irgendetwas, was Du wirklich kannst? .... es ist nach meinem Verständnis gar nichts 'Besonderes' daran, Deine Dampfplauderei als solche zu erkennen. ... Natürlich ist es für Deine Dampfplauderei negativ, dass sie als solche erkannt wird; deshalb wirke ich natürlich "negativ" auf die Geschlossenhait Deines Paralleluniversums. ....Btw - mir fällt gerade auf, dass Du im Parallelthread jetzt auch über die SRT und ART fabulierst - ich denke, ich werde da auch noch mal etwas den Dampf aus dem Deinem Geschwurbel herausnehmen. :mrgreen: ... Du kannst Dir vmtl denken,, was ich von solchem Geschwurbel halte. aber was Prof. Mutschler da betreibt, würde ich schon gerne als Dünnbrettbohrerei bezeichnet wissen wollen -.... ganz ohne Ansehen der Person; einfach textimmanent gewertet. ... und schwallt z.B. nicht über neue Physik aus neuen Karten für alte Metriken und "ℜ"s herum, wie jemand in Tübingen. .... Unterschiede dort zusammenzuphantasieren wo keine sind erhöht die Entropie .... ist der nächste entropische Schub für Deine Exegesen, also immer vorwärts! ...das war nur der tägliche Witz über Deine terminologischen Verrenkungen gewesen. ...Schlimm ist aber, dass Du trotz Deiner Unkenntnis in diesem Bereich anderen TN Deine Privatphysik aufzuschwatzen versuchst. ,...richy, bist Du jetzt zu faul zum Selberschwurbeln und willst mich dafür einspannen? :mrgreen:


Was merken wir uns Kurt ?
Die Ausdruecke "Geschwurbel" und "Dampfplaudereien" sind wichtige Beweiselemente

Gruesse
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon richy » Donnerstag 24. November 2011, 03:17

Ich denke gerade darueber nach, dass dies im Grunde einen recht schlechter und damit guter Songtext ergeben koennte. Fuer Knorkator z.B.

"Der Forensong" waere ein schoener Titel.
Als Refrain :
...Stimmt's oder hab ich recht? ...
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon Solkar » Donnerstag 24. November 2011, 10:35

richy, dabei wollen wir doch nicht aus den Augen verlieren, dass Du mich seit vergangenem Freitag mit der Schilderung Deines Weltbildes belästigst.
Du warst ursprünglich gar nicht aufgerufen.
"Was macht die Bratze da auf dem Sofa?"
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Re: Kurt Bindl und Privatnotation: Was ist ein Beweis ?

Beitragvon ralfkannenberg » Donnerstag 24. November 2011, 11:07

richy hat geschrieben:
Somit ist mit x0 eine Zahl gefunden, deren Funktionswert kleiner als ymin ist, im Widerspruch zur Annahme, ymin sei die untere Grenze.

Ok ja.
Aber beim Grenzuebergang wuerde gelten limit x0->00 und y0->00
Ich betrachte es einfach mal in deiner Ausgangsgleichung :
1/(x+1) < 1/x
Die kann man dann doch gar nicht mehr anwenden.

Wo liegt hier mein Denkfehler ?

Hallo richy,

mit diesem "Denkfehler" bist Du beileibe nicht allein. Die Situation ist die, dass es "oo" nicht gibt - die Zahl unendlich ist gar nicht definiert. Konvergenz definiert sich über Zahlen, die alle endlich sind.

Übrigens ist schon die Notation x->oo sehr unglücklich gewählt; ich persönlich bevorzuge die Notation n in IN. Zum einen ist IN im Gegensatz zu IR abzählbar und überdies findest Du zu jedem x in IR ein Nx in IN, welches grösser ist. Somit kannst Du den Beweis auf einer abzählbaren Menge führen. Das klappt übrigens ganz allgemein, da die rationalen Zahlen ja in IR dicht liegen, d.h. mithilfe der Dreieckungleichung kann man alle Konvergenzbeweise auf der abzählbaren Menge IQ führen.

Und - das ist wichtig - signalisiert die Bezeichnung n in IN, dass man nur Elemente aus IN betrachtet, und da gehört oo nicht dazu, da jede natürliche Zahl endlich ist. Unendlich gehört also nicht dazu, was es ja auch nicht braucht, da oo sowieso nicht definiert ist.


Wenn ich noch etwas ausholen darf: IR ist eine offene Menge und IR mit oo wäre eine abgeschlossene Menge. Das sind zunächst einmal völlig unterschiedliche Eigenschaften - Du weisst, dass man bei einer offenen Menge zu jedem Punkt auch eine epsilon-Umgebung findet, die vollständig innerhalb der Menge liegt. Das ist eine starke Eigenschaft ! - Zwar wird IR gerne auf den "Zahlenkreis" abgebildet bzw. IC auf die "Zahlenkugel" und dann noch ein Nordpol per Einpunkt-Kompaktifizierung hinzugefügt, aber eben - es sind völlig verschiedene Dinge, die zwar für die Anschaung und für gewisse geometrische Probleme ganz nett sein mögen, aber eine Menge, die man einer Abbildung ("inverse stereographische Projektion") unterwirft und danach noch abschliesst verändert bei diesen beiden Prozessen doch wesentliche Eigenschaften.


Kurzfassung: Mit Vorteil vermeidet man den Gebrauch der undefinierten Grösse "unendlich" und verwendet statt dessen bei der Limes-Schreibweise lim n in IN und nicht irgendetwas "->oo". Und dass man Konvergenzbeweise auf der abzählbaren Menge IQ führen kann (dicht in IR + Dreieckungleichung), sollte man wenigstens im Hinterkopf behalten.


Freundliche Grüsse, Ralf
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