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Re: Hirnforschung

BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Oktober 2012, 09:47
von Artie
Mir fehlt das Grundsätzliche, warum Computer / Großrechner / Cluster NIE Bewusstsein entwickeln sollten.
Die Entwicklung bleibt nicht stehen, der Rechner, der die Astronauten auf den Mond gebracht hat, wurde WIMRE von einem C64 übertroffen. Ein Smartphone der IPhone Klasse leistet noch viel mehr, bei noch viel geringerer Größe. Darauf läuft ein System, das von seinen Subsystemen Nachrichten bekommt. Netzwerk / Funktelefon gleichzeitig, GPS Kamera, Füllstand der Batterie.
Natürlich alles noch sehr weit weg, aber lass noch eigene Mobilität dazukommen und den Wunsch /Auftrag, sich selber aufladen zu wollen, wenn der Saft ausgeht.

OK, ich vermute, das unser Bewusstsein dadurch entstanden ist, das unsere graue Masse Restkapazitäten hatte und sich quasi entwickelt hat, weil es sich den Luxus leisteten konnte.

Auch wenn sie eine ganz eigene Funktionsweise hat, stellt für mich unser Gehirn einen fantastischen Biocomputer dar. Nicht mit unseren Computern zu vergleichen, klar. Aber ich glaube auch, das das Bewusstsein, das im Computer entstehen würde, mit unserem Bewusstsein kaum zu vergleichen wäre.

Apropos LSD
LSD funktioniert in etwa so, das es quasi Timings und Stärke der Signale im Gehirn verändert.
Das kann lustig sein, aber kein Dauerzustand. Schon gar nicht ist es für jeden Menschen zu empfehlen.

Re: Hirnforschung

BeitragVerfasst: Freitag 12. Oktober 2012, 09:35
von Tachyon
Schade, die Diskussion war interessant.

Re: Hirnforschung

BeitragVerfasst: Samstag 13. Oktober 2012, 13:20
von Britta
Ich habe den Drogen-Teil abgetrennt. Wer möchte kann hier weitermachen: viewtopic.php?f=22&t=778&start=10

Re: Hirnforschung

BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Oktober 2012, 18:13
von Tachyon
Danke Britta,

eigentlich hätte ich mich ja nicht beschweren dürfen, weil ich selbst das Thema entführt hatte. Aber so ist es besser. Euch die Drogen, mir das Hirn. Oder so. :D

@Artie schrieb:
Auch wenn sie eine ganz eigene Funktionsweise hat, stellt für mich unser Gehirn einen fantastischen Biocomputer dar.


Klar, das ist aber nicht die Frage. Es ging doch letztlich darum, ob so ein Computer ein Bewusstsein in dem Sinne entwickln kann, dass er sich selbst als Person begreift und eine Außensicht auf die Welt einnimmt. Menschen könnten ja nach außen genau so handeln wie sie es tun, wenn sie willenlose Roboter wären die all die Empfindungen und subjektiven Entscheidungen nur simulieren. Meines Erachtens kann man "Bewusstsein" von außen nicht feststellen. Dass andere Menschen in etwa wie ich empfinden, ist nur eine gute Vermutung, weil sie ein ähnliches Gehirn haben und ähnliche Sinnesorgane. Ein einfacher Computer macht dagegen nachweislich exakt was das Programm vorschreibt. Und wenn ich einen Computer programmiere zu sagen, "Ich habe Prozessorschmerzen", dann heißt das noch lange nicht, dass er sich tatsächlich eines Schmerzes bewusst ist.

Uli zweifelt nun an, dass es eine Stufe von Komplexität gibt, ab der ein eigentlich deterministisches Programm plötzlich diese Art von Selbstwahrnehmung entwickelt. Andere Menschen, darunter auch Wissenschaftler, glauben dagegen, dass das möglich ist. Das ist hier die Frage: Ist die Fähigkeit, Bewusstsein zu entwickeln eine Frage der Software, oder kann sie nur in biologischem Gewebe entstehen? Und wenn letzteres, was zeichnet denn Gehirne aus, dass sie zu Bewusstsein fähig sind? Schließlich ist ein Neuron auch nur ein recht einfaches Gebilde, das reproduzierbar auf elektrische Impulse und chemische Stimulanzien reagiert.

Gruß,
Tachyon